Warum Massivbau
Die Massivbauweise, insbesondere der Mauerwerksbau, hat sich in Deutschland seit Generationen bewährt. Wertbeständigkeit und Dauerhaftigkeit sind nur zwei Begriffe, die den Massivbau charakterisieren. So liegt es auf der Hand, dass Massivbaustoffe die Spitzenposition unter den Wandbaustoffen ausmachen.
Bei uns können Sie wählen
Die Umsetzung der Projekte kann bei uns entweder in der klassischen Bauweise „Stein auf Stein" mit Porenbeton-Plansteinen oder mit vorgefertigten Großwandelementen aus „Blähton“ erfolgen. Für die Gestaltung stehen Putz- und Verblendsteinfassaden sowie horizontale oder vertikale Holz-Stulpschalungen zur Auswahl bereit.
Gerne beraten wir Sie über Vor- und Nachteile der Bausysteme und sagen Ihnen, welches Bausystem für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist.
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Porenbeton - kein Luftikus
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Die Zusammensetzung
Porenbeton wird aus heimischen Rohstoffen hergestellt, die nahezu unbegrenzt verfügbar sind. Die erforderlichen Rohstoffe für Porenbeton sind quarzhaltiger Sand oder andere quarzhaltige Zuschlagstoffe, ggf. Zusatzstoffe, Bindemittel, Treibmittel und Wasser. Bezogen auf die Masse macht Sand den größten Teil der Rohstoffe aus.
Als Bindemittel verwendet man Brandkalk und/oder Zement. Bei bestimmten Rezepturen werden zusätzlich geringe Anteile Gips oder Anhydrit beigegeben. Neben den festen Rohstoffen wird Wasser verwendet, welches bestimmte Anforderungen an die Sauberkeit zu erfüllen hat.
Die Herstellung
Produkte aus Porenbeton werden stationär in industriellen Verfahren hergestellt. Die gemahlenen Grundstoffe werden dosiert, im Mischer zu einer wässrigen Suspension gemischt und in Gießformen gefüllt. Die Rohmischung füllt die Gießform nur zur Hälfte aus. Das Wasser löscht den Kalk. Im alkalischen Milieu der Mischung reagiert das Aluminium. Dabei wird gasförmiger Wasserstoff frei, der die Rohmischung auftreibt, so dass nach einer definierten Standzeit die Gießform vollkommen ausgefüllt ist. Das Wasserstoffgas entweicht vollständig und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft zu Wasser. Die Poren bleiben in der Rohmasse zurück. Der standfeste Rohblock wird nach dem Entfernen der Form mit Hilfe straff gespannter Stahldrähte geschnitten. Das Resultat sind Porenbetonprodukte mit einer äußerst hohen Maßhaltigkeit. Die beim Schneiden anfallenden Materialreste werden nach entsprechender Aufbereitung wieder der Produktion und somit dem Stoffkreislauf zugeführt. Nach dem Schneiden wird der Porenbeton in sogenannten Autoklaven gehärtet. Dabei wird der geschnittene Rohblock über einen Zeitraum von 6 bis 12 Stunden einer Sattdampf-Atmosphäre von 190°C bei einem Druck von 12 bar ausgesetzt. Nach der Dampfhärtung hat der Porenbeton seine endgültigen Eigenschaften. Für bewehrte Bauteile werden Bewehrungskörbe in einem angegliederten Prozess hergestellt. Die Bewehrung ist mit einem Korrosionsschutz versehen. Hierzu können Zementschlämme, Bitumenemulsionen oder Wasserlacke verwendet werden. Die fertigen Bewehrungskörbe werden vor dem Gießen in die Formen eingebaut.
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Die Eigenschaften
Die Rohdichte des Porenbetons liegt zwischen 0,30 und 1,00 kg/dm³. Die Kombination von niedriger Rohdichte und hoher Festigkeit ist die herausragende Eigenschaft von Porenbeton. Die Mittelwerte der Druckfestigkeit liegen zwischen 2,5 und 10,0 N/mm². Dadurch ist es möglich, Porenbetonbauteile auch mit tragender Funktion bei bis zu neungeschossigen Gebäuden einzusetzen. Die Zugfestigkeit beträgt etwa 10% der jeweiligen Würfeldruckfestigkeit. Für die Biegezugfestigkeit kann ein Fünftel der Würfeldruckfestigkeit, also 0,5 bis 2,0 N/mm² angesetzt werden. Aufgrund der sehr niedrigen Wärmeleitfähigkeit von λ 0,09 W/(mK), können die Anforderungen der Energieeinsparverordnung mit Porenbeton in monolithischer Bauweise erfüllt werden. Ein mehrschichtiger Aufbau im Falle einer Außenwand, wie bei anderen Baustoffen üblich, entfällt. Die Wärmespeicherung von Porenbeton liegt zwischen den Extremen der Leichtbauweise (z.B. Holztafelbauweise mit ca. 50 kJ/m²K) und des Massivbaus (z.B. Mauerwerk oder Stahlbeton mit ca. 250 kJ/m²K). Der entsprechende Wert für eine Porenbetonwand beträgt ca. 90 kJ/m²K.
Die Ökologie
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Porenbeton besteht im Wesentlichen aus den natürlichen heimischen Rohstoffen Kalkstein, Sand und Wasser, die nahezu in unbegrenzter Menge vorhanden sind. Zusätzlich werden sehr geringe Mengen Aluminium als Recyclingprodukt aus anderen Industrieprozessen eingesetzt. Aus 1 m³ festen Rohstoffen können bis zu 5 m³ Porenbeton gewonnen werden. Diese effektive Ressourcennutzung leistet einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Der Anspruch der Porenbetonindustrie ist eine möglichst umweltschonende Produktion. Prozessbedingte Emissionen aus dem Einsatz von Brennstoffen werden kontinuierlich optimiert und auf ein Minimum reduziert. Der Primärenergieeinsatz bei der Herstellung ist vergleichsweise niedrig. Die Produktion von Porenbeton erfolgt abfall- und abwasserfrei. Porenbeton-Reststoffe die bei der Herstellung und auf der Baustelle anfallen, werden in die Produktion zurückgeführt. Durch die Rücknahmeverpflichtung von Porenbeton-Reststoffen werden die Anforderungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes erfüllt. Darüber hinaus kann Porenbeton in Deponien der Deponieklasse 1 (Klasse mit den geringsten Anforderungen) deponiert werden. Die hohe Qualität der Porenbetonprodukte gewährleistet niedrige ökologische und ökonomische Folgekosten während der Nutzungsphase und garantiert eine dauerhafte Bau- und Wohnqualität. Porenbeton besitzt eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer.
Aufgrund der äußerst niedrigen Wärmeleitfähigkeiten von bis zu λ = 0,09 W/(mK) ist Porenbeton der geeignete Baustoff zum energiesparenden Bauen. Auch 3-Liter-Häuser und Passivhäuser sind kein Problem. Porenbeton enthält keine toxischen Stoffe oder gibt welche ab. Dies gilt sowohl für die Verarbeitung als auch für die gesamte Lebensdauer. Auch im Brandfall werden keine gesundheitsschädlichen Gase freigesetzt. Die positiven ökologischen Eigenschaften sind in diversen Ökobilanzen dokumentiert. Die Porenbetonindustrie leistet durch eine stetige Optimierung von Produkt und Produktion einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
Blähton - die kluge Kugel
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Die Zusammensetzung
Ton wird im Tagebau abgebaut und später in einem Drehrohrofen bei ca. 1.100°C gebrannt. Am Ende entstehen kleine keramische Kügelchen mit einer eingeschlossenen Luftzellenstruktur. Dieses Granulat wird durch eine große Siebanlage geschickt und dabei in verschiedene Kornklassen getrennt.
Die Wandproduktion
Je nach gewünschter Anforderung an die spätere Wandtafel wird der Blähton als Zuschlagstoff mit Zement und Wasser gemischt und in vorbereitete Schalungstische aus Stahl gegossen. Eine integrierte Matte aus Stahlgeflecht erhöht die Stabilität der Platte. Sämtliche Tür- und Fensteröffnungen werden vor der Schüttung ausgespart. Auch ein Leerohrsystem für die spätere Elektroinstallation wird schon im Werk in die Wand mit eingearbeitet. Ist eine Wandseite produktionsbedingt grundsätzlich schalungsglatt, so kann die andere Wandseite z.B. bei Innenwänden abgeschliffen werden. Die fertigen Wände werden dann in einer riesigen Vakuumkammer schockgetrocknet und damit transportfähig gemacht.
Die Montage
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Auf der Baustelle werden die Wände mittels eines Kranes aufgestellt. Die Verbindung zwischen den Wänden erfolgt entweder mit einer reißverschlussartigen Verzahnung der an der Plattenkanten herausragenden Stahlschlaufen und eines eingeschobenen Baustahls oder mit einem Bauschloss. Am Ende werden die Stoßfugen verschalt und mit einem Blähton-Gemisch ausgegossen.
Die Vorteile
Mit diesem Bausystem kann die Rohbauzeit deutlich reduziert werden. Sie beträgt bei einem Bungalow gerade einmal 2 bis 3 Tage und bei einem Einfamilienhaus max. 5 Tage. Nach ca. 14 Tagen ist bereits der Dachstuhl montiert, die Unterspannbahn aufgebracht und das Haus damit schon wetterfest. Der Innenputz erübrigt sich wegen der glatten Wandoberflächen. Der Rohbau besteht aus einer homogenen Bausubstanz und ist nach der Errichtung quasi schon „knochentrocken". Ein kostenintensives „Trockenwohnen" durch ständiges Heizen und Belüften entfällt! Die Wände sind zudem äußerst maßhaltig, die Tür- und Fensteröffnungen weisen nur geringe Maßabweichungen auf und die Wände können exakt ausgewinkelt werden. Alle Ausbaugewerke finden eine solide Bausubstanz vor und können sofort mit dem Innenausbau beginnen.
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